
Projekte | Viabizzuno progettiamo la luce
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Neue Niederlassung Slam Jam
Ort:ferrara
Projekt:diener & diener architects, landscape design antonio ravalli architetti
Käufer:luca benini, slam jam
Die neue Niederlassung von Slam Jam befindet sich in der Peripherie, 2 km vom Zentrum von Ferrara entfernt, im Industriegebiet an der neuen Via Ferrari, entlang der sich Reihen von Fertigteilgebäuden mit Form eines Parallelepipeds von beinahe gleicher Größe erstrecken. Slam Jam ist das erste Gebäude, das auch von der Straße erkennbar ist, wenn man von der Stadt kommt: es unterscheidet sich durch die bildhauerische Form seines architektonischen Volumens, gliedert sich aber gleichzeitig gut in den industriellen Kontext ein.
Von Luca Benini 1989 gegründet, gehört Slam Jam zu den wichtigsten Vertriebshändlern von Streetwear-Bekleidung, dessen Entwicklung im Laufe der Jahre auch die parallele Akquirierung komplizierterer Märkte ermöglicht hat, die auf alles achten, das sich um die Mode und nicht allein darum bewegt. Im Laufe der Jahre hat Slam Jam entschieden dazu beigetragen, in Italien die Street Culture in allen ihren Aspekten zu verbreiten: Musik, Kunst und Sportveranstaltungen.
Neben der wohlüberlegten Wahl des Standortes, hat der Bauherr und Eigentümer, Luca Benini, einer Entwurfslösung den Vorzug gegeben, die unter einem einzigen Dach, ein Lager, die Living- und Arbeitsräume sowie einen Showroom vereint. Die Architektur muss die Lebendigkeit und Multidisziplinarität, den zeitgenössischen Cult-Stil der Gesellschaft widerspiegeln. Das polygonale Volumen umfasst Räume von unterschiedlicher Höhe, die sich um ein rechtwinkliges Zentrum von Treppen und Nebenräumen erstrecken. Zwei Höfe mit Fassaden ohne lineare Erhebungen bilden Einschnitte, die eine Perspektive nach innen und umgekehrt entstehen lassen. Auch auf der dritten Etage und auf dem Dach sind Terrassen vorhanden. Der Rohbau aus vorgemischtem Beton, der durch durchgehende Fassaden und Bauelemente aus Metall in verschiedenen industriellen Bearbeitungsformen und aus Gewebe gekennzeichnet ist, ordnet sich mit seiner Einfachheit und seinen weichen Linien der Komplexität und Härte des Gebäudevolumens unter. Auch die Beleuchtung des Gebäudes, die von Viabizzuno ausgeführt wurde, folgte Schritt für Schritt dem Entwurfsweg und hat dessen Erfordernisse aufgenommen und erfüllt. Dabei hat Viabizzuno sich in den Dienst einer gegenüber neuen Experimenten stets offene Architektur gestellt, die sich nie vollkommen definiert zeigt. So wurden für die Büroräume Deckenschienen mit verstellbaren Scheinwerfern gewählt, die die Konturen eines flexiblen Raumes modellieren, der auf neue Zweckbestimmungen wartet. Für die Durchgangsbereiche und die Treppen wurde das Licht ausgelegt und entworfen, um die Richtung diskret zu begünstigen sowie die Grenzen zwischen den Räumen und den Linien der architektonischen Volumen zu markieren. In den gemeinsam genutzten und dem Zusammensein gewidmeten Räumen – Studiobereich, Spielbereich, Leseraum, Küche - schafft das Licht eine häusliche Atmosphäre durch Enthüllung der Objekte, der Fragmente der Kunst und der Installationen, die die Räume wie im Haus eines Sammlers bevölkern. Das Licht für den Außenbereich strahlt dagegen vom Fußboden und trägt dadurch dazu bei, die Monumentalität der Betonwände hervorzuheben. Die äußere Einzäunung wurde unter Berücksichtigung des ästhetischen Faktors entworfen, wobei gleichzeitig dafür gesorgt wurde, dass sie sich durch Nutzung einer Struktur aus Metalldrahtgittern und Trittflächen aus Asphalt gut dem Kontext anpasst.
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