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Viabizzuno erleuchtet die ausstellung ‘van gogh, der mensch und die erde’ im palazzo reale
Ort:palazzo reale, milano
Projekt:kengo kuma & associates
Käufer:il sole 24 ore cultura
Beleuchtungsprojekt:kengo kuma & associates
Viabizzuno-Händler:Viabizzuno inmilano
Technischer Gebietsverantwortlicher:matteo vivian, m.vivian@viabizzuno.com
foto:giorgio de vecchi
Meister:kengo kuma & associates, matilde cassani
Eine Beleuchtung, die dem Betrachter die unlösliche Bindung zwischen dem holländischen Maler und der Erde, dem Lauf der Natur und den Mühen des Bauernlebens nahe bringen soll. Dies ist die poetische Erklärung, die dem Aufbau und dem Beleuchtungsprojekt der Ausstellung zugrunde liegt, die 47 Werke von Van Gogh über fünfzig Jahre nach der ihm gewidmeten Ausstellung, die ebenfalls im Palazzo Reale stattfand, wieder nach Italien gebracht hat. Der Aufbau stammt von dem japanischen Architekten Kengo Kuma, der von der Kuratorin Katleen Adle beauftragt wurde, und bietet dem Besucher das Erlebnis, in die Welt und die Sensibilität von Van Gogh einzutauchen. Bei diesem Anlass hat der Architekt für alle Materialien den Farbton ecru gewählt, während an den Wänden das Wogen der Weizenfelder nach der japanischen Ästhetik des ukiyo-e, d.h. der fluktuierenden Welt, heraufbeschworen wird: ein Wahrnehmungssystem, das auf den Wogen der Emotionen basiert, den gleichen, die den Drucken des siebzehnten Jahrhunderts entsprangen, die dem holländischen Meister so am Herzen lagen und von denen er sich nie trennte. Das Tageslicht ist im Werk Van Goghs sehr wichtig. Deshalb wird der Jute-Tunnel, der den gesamten Ausstellungsdurchgang begleitet, durch das „Sonnenlicht“ angenehm und dynamisch gestaltet, das von Viabizzuno entwickelt wurde. Dieses Material, das Van Gogh in seiner Kindheit lieb war, erhält somit eine bisher unbekannte „erdige“ Konsistenz, die an Felder, Bauernarbeit und Liebe zum Leben erinnert. Generell basiert der beleuchtungstechnische Entwurf auf dem Gedanken, dass das Licht von unten und nicht von oben kommen soll, wie es bei herkömmlichen Aufbauten üblich ist: ein Licht, das aus der Erde quillt und an den Wänden mit der gleichen, leichten Dynamik Schatten wirft, mit der die aufgehende Sonne die Konturen bestimmter Felder Mitteleuropas abzeichnet. Außerdem ist es stets das Licht, das den Zeichen der Malerei ihre Fülle zurückgibt, die Kraft der Volumen, die Intensität der Inhalte. Das Beleuchtungssystem wurde bewusst mit doppelten Strahlern angelegt, um eine konzentrierte Akzentbeleuchtung zu gewährleisten. Die beiden Beleuchtungskörper sind außerdem mit einer Led-Quelle mit sehr hohem Farbwiedergabeindex ausgestattet, um eine getreue Wiedergabe der Farben des sichtbaren Farbspektrums zu sichern. Die ausgestellten Gemälde sind von der Wand distanziert und scheinen zu schweben, umspielt von einem maßgerecht und harmonisch ausgelegten Licht, das an den Jute-Wänden lange Schatten wirft. Schatten, die die Atmosphäre der Felder heraufbeschwören, die Van Gogh selbst erlebt und beobachtet hat, sowie die Macht seiner Kunst, der es gelingt, die Materialität der Erde wieder zu finden und darzustellen.

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