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ap house
Ort:urbino, italia
Projekt:gga gardini gibertini architetti
Beleuchtungsprojekt:rossibianchi lighting design e gga gardini gibertini architetti
Technischer Gebietsverantwortlicher:maicol fedrigo
foto:ezio manciucca
Das Ap House bezeugt die Wiedergeburt eines alten Bauerndorfes auf einem der höchsten Hügel in der wunderschönen Landschaft der Umgebung von Urbino. Das neue System von Gebäuden erhebt sich auf den Überresten eines alten Bauwerks aus der kommunalen Zeit (Ende des 11. Jahrhunderts). Dies Strukturen sind unterirdisch miteinander verbunden, ruhen auf einer Plattform aus rotem Beton und dominieren die umgebende Landschaft durch die Wiederherstellung einer direkten und empathischen Beziehung zwischen den neuen Gebäuden und der historischen Stratifizierung der Landschaft; der Kern der Häuser, die eine einzelne Wohneinheit bilden, verleiht dem Ort ein weiteres Mal einer zentrale Rolle. Die Gebäude repräsentieren sich der Landschaft in ihrer Schale aus Stein sowie durch den Verzicht auf überflüssige Elemente wie Dachrinnen und Fallrohre und ihre wohl gedachten Proportionen als reinem diskrete und stille Relikte und erhalten so erneut ihre Identität und ihren kulturellen Ort in der bäuerliche Matrix der Umgebung. Obgleich das Projekt mit seiner kompositorischen und volumetrischen Strenge die formalen Themen, die für die Tradition der Marken typisch sind, auf getreue Weise interpretiert, strebt die Behandlung der Materialien, das Layout des Grundrisses sowie die vollständig nach Maß gefertigte Einrichtung im Inneren eine ausgeprägte Kontemporanität an. Die Außenwand aus armiertem Sichtbeton macht den Raum frei und eliminiert die Notwendigkeit von weiteren tragenden Elementen. So werden die Materie und das Licht zu den vorrangigen kompositorischen Elementen. Das Beleuchtungskonzept ist radikal: Die strukturelle Hülle wird zum Protagonisten des Raums und hebt die Natur der Materialien hervor. In den Innenräumen wird der gebohrte und geschnittene Beton der Decke und der Wände selbst zu einem integralen Bestandteil der Beleuchtungsvorrichtungen. Das Beleuchtungskonzept bewegt sich auf zwei verschiedenen funktionellen Ebenen: eine ist intimer und natürlicher, die andere technischer und funktioneller. Ein weiches und diffuses Licht unterstreicht auf natürliche Weise den Rhythmus der Räume und Oberflächen. Die Leuchte foro, 2013 von Peter Zumthor entworfen, eingebettet in die Struktur der Bodenplatte, ist die Kerze, die dazu auffordert, sich in die intimeren Räume des Hauses zu begeben. Die in die Decken eingesetzten Schienen droid, 2013 von Antoni Arola entworfen, heben die Details der Kunstwerke an den Wänden, der Skulpturen auf dem Boden und der Einrichtung hervor. Auf der ersten Etage, die um eine große Galerie herum angeordnet ist, beleuchtet eine Reihe von vertikalen Leuchten pilaster, die speziell für diese Räume entworfen und in den Beton der äußeren Nischen eingesetzt wurden, die Decke und erzeugt ein weiches Licht sowie eine diffuse Beleuchtung des gesamten Schlafbereiches. Um geparkte Fahrzeuge zu vermeiden, die von der Ebene des Gartens aus sichtbar sind, erfolgt der Hauptzugang zur Villa durch die große Garage im Untergeschoss. IN diesem Bereich befinden sich außer den Techniklokalen ein Kinosaal, eine Ausstellungsgalerie zur Verbindung des Hauptgebäudes mit den Nebengebäuden sowie ein Fitness- und Wellness-Bereich. Von der unteren Ebene führt eine Treppe direkt ins Herz des Hauptgebäudes, wo sich eine majestätische Sicht auf die Hügellandschaft sowie den externen Pool-Bereich bietet. Das Nebengebäude erinnert mit seinem äußeren Rahmen aus Holz an eine Scheune. IM Garten findet in der Nacht ein Wunder statt: Das Licht hebt die Volumina und das Gewicht des Steins auf.

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