
Projekte | Viabizzuno progettiamo la luce
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de
museo ceramiche di savona - fondazione a. de mari
Ort:savona
Projekt:armellino & poggio architetti associati, architetto r. fallucca, arch. m. ricchebono
Käufer:fondazione de mari
foto:fulvio rosso
Das Keramikmuseum zeigt, in einer reichhaltigen Auswahl beachtlicher Artefakte, den Aspekt der menschlichen Tätigkeit, der die künstlerische und produktive Geschichte des Gebiets von Savona am stärksten kennzeichnet. Es sind etwa tausend Keramiken von großem künstlerischem Wert ausgestellt, die vom 15. Jahrhundert bis in unsere Zeit gehen. Sie sind Beispiele einer Tradition, die seit mehr als sechs Jahrhunderten in Savona und Albisola lebendig ist, welche zu den wichtigsten Zentren für die Produktion von Keramiken im Mittelmeerraum zählen. Das Museum befindet sich im restaurierten Palazzo des Monte di Pietà von Savona, der 1480 auf Veranlassung des Papstes Sixtus IV della Rovere aus Savona und seines Neffen Giuliano (später Papst Julius II) gegründet wurde und, wie die gesamte Bausubstanz der umliegenden Altstadt Savonas, auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Das Keramikmuseum ist in einem Ausstellungsparcours mit der Pinacoteca Civica im angrenzenden Palazzo Gavotti verbunden. Das allgemeine Kriterium, das bei der Restaurierung verfolgt wurde, zielte auf die Erhaltung und philologische Rekonstruktion der Teile des Palazzos ab, in denen eindeutige Spuren der antiken Umbauarbeiten, die im Laufe der Zeit aufeinander gefolgt sind, vorhanden waren. Die umfassenden aber bedeutenden Neuerungen, die an dem Gebäude im Laufe des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden, mit erheblichen Änderungen zahlreicher Strukturelemente und dem Verlust eines großen Teils der antiken Außenfassade, hat zu bedachten aber entschiedenen Eingriffen in Form zeitgenössischer Architektur und zur Einbindung von äußerst modernen Elementen geführt, sowohl was die Architektur als auch die Einrichtung betrifft. Maßnahmen, die niemals zerstörerisch waren, sondern reversibel sind und die Geschichtlichkeit des Gebäudes berücksichtigen. Die Idee des Einrichtungsprojekts war es, ein neutrales, aber nicht banales Ambiente zu schaffen. Vier Hauptmaterialien und vier Farben wurden verwendet: der Boden, die Schautische und der Großteil der Ausstellungsregale aus hellgrauem Harz, die Wände kalkweiß „luftfarben“, die architektonischen Elemente aus satiniertem Edelstahl und Glas. Die Keramik sollte dem Museum die Farbe verleihen und das Ergebnis bestätigt das. Die Einrichtung vom Typ „White Cube“ wird ab und zu durch starke Kontraste unterbrochen, die den Besucher überraschen und sich in seinem Gedächtnis einprägen sollen. Besonders weisen wir auf den schwarzen Raum hin, der zahlreiche „weiß-blaue“ Stücke der Kollektion der Apothekergefäße aus dem Hospital San Paolo enthält, mit ihrem Pop-Art-Stil, wie es täglichen Gebrauchsgegenständen entspricht, oder auf die vom Besucher begehbare Struktur von doppelter Höhe aus Stahl und Glas, die für die Ausstellung einer wertvollen Kollektion geschaffen wurde, Geschenk des Prinzen Boncompagni Arimberto Ludovisi. Der Studie des Lichts wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nach zahlreichen Tests wurde eine Led-Beleuchtung mit 5000K von hoher Farbsättigung gewählt, um die reflektierenden Farben der Keramiken nicht zu verändern. Ein ausgeglichenes aber klares Ergebnis, das durch ein Beleuchtungsprojekt erhalten wurde, das in der Lage ist, sowohl vom funktionalen als auch vom ästhetischen Standpunkt her effizient zu sein, mit der Wahl von vollständig eingelassenen (m6) oder externen Leuchtkörpern, wie die immer wichtigen aber nie aufdringlichen Signalleuchten (trasparenza).
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